Newseintrag vom 10. März 2026

Wie Sensoren den Pflegealltag im Heim verändern

Seit September 2025 sind im BENEVIT Pflegeheim Höchst/Fußach Sensoren für die Unterstützung und Sicherheit ihrer Bewohnenden im Einsatz. Loredana Wachs,  stellvertretende Heim-und Pflegeleitung, teilt ihre Erfahrungen mit den mittlerweile 22 Sensoren. Sie berichtet, wie die Technologie die Reaktionsgeschwindigkeit bei Stürzen erhöht, nächtliche Unruhe frühzeitig erkennbar macht und die Pflegeplanung auf eine datengestützte Grundlage stellt. Mit Blick auf die Weiterentwicklung wünscht sich das Team individuelle KI-gestützte Risikoprofile – als Grundlage für ein noch stärker personenzentriertes Pflegemanagement.

Hier unsere Interview-Fragen:

Hat der Sensor euren Pflegealltag verändert und wenn ja, wie?

Ja, der Einsatz der Sensoren hat unseren Pflegealltag verändert. Der Sensor erkennt Stürze oder potenziell riskante Bewegungen sofort. Dadurch können wir schneller und gezielter reagieren, wenn ein Alarm ausgelöst wird. Durch die frühzeitige Erkennung kritischer Situationen, wie nächtliche Unruhe oder längere Immobilität im Bett, können wir unsere pflegerischen Handlungen präziser und effizienter einsetzen. 

Gab es überraschende Situationen oder Erkenntnisse beim Einsatz der Sensoren?

Wir waren positiv überrascht, wie einfach die Sensoren und die Cogvis-Plattform zu bedienen sind. Ebenso hat uns beeindruckt, wie viele Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, um die Sensoren individuell an die Bedürfnisse unserer Bewohner: innen anzupassen. Durch die Analyse der vom Sensor erfassten Daten konnten wir Muster und Veränderungen im Verhalten der Bewohner: innen erkennen und dadurch frühzeitig handeln, um Stürze möglichst zu verhindern. Zudem ermöglichen die Sensoren eine bessere Nachvollziehbarkeit von Ereignissen durch die automatische Analyse des Bewegungsablaufs. Dadurch können wir unsere pflegerischen Interventionen gezielter planen und anpassen. Gleichzeitig bleibt das Risiko unbemerkter Stürze geringer. 

Was erwartet ihr vom Projekt und vom Sensor und was könnte noch fehlen?

Da das Projekt in verschiedenen Settings und in mehreren Ländern durchgeführt wird, erwarten wir durch die gewonnenen Erkenntnisse eine Entlastung der Mitarbeitenden, insbesondere im Nachtdienst, sowie eine Steigerung der Lebensqualität der Bewohner: innen. Dies kann durch weniger, beziehungsweise gezieltere Kontrollgänge, eine schnellere Reaktion bei Notfällen und mehr Sicherheit im Pflegealltag erreicht werden.

Die Sensoren erfassen eine große Menge an Daten. Von der KI-Technologie wünschen wir uns eine weiterführende Analyse und Interpretation dieser Daten, sodass Risikoprofile für jede: n Bewohner: in auf der Plattform sichtbar werden. Dies würde es uns ermöglichen, unser Risikomanagement individueller anzupassen und noch stärker personenzentriert zu handeln.

 

  • Loredana Wachs, BENEVIT Pflegeheim Höchst/Fußach